CDU Gemeindeverband Finnentrop
Heimat im Herzen

Windkrafträder für die Allgemeinheit?

Bürgermeister Dietmar Hess (zweiter von links) und CDU-Fraktionsvorsitzender Ralf Helmig (links) standen im oberen Frettertal Rede und AntwortBürgermeister Dietmar Hess (zweiter von links) und CDU-Fraktionsvorsitzender Ralf Helmig (links) standen im oberen Frettertal Rede und Antwort

Politiker aus Finnentrop zu Gast im oberen Frettertal

Serkenrode/Schliprüthen.  Fünf Vorstandsposten, fünf Kandidaten und eine Wahlzeit von fünf Minuten: Die CDU Ortsunion Serkenrode/Schliprüthen präsentierte sich am Donnerstagabend als eine Partei der schnellen Schritte....
In der Freizeit- und Bildungsstätte stellten sich die Mitglieder hinter ihre etatmäßigen Führungskräfte. Werner Hüttemann (Vorsitzender), Norbert Reuter (Stellvertreter), Peter Schmidt (Schriftführer), Brigitte Koch und Hubert Schörmann (Beisitzer) wurde das einstimmige Vertrauen der Basis ausgesprochen.

Nach der „Wahl der schnellen Schritte“ standen die Referate der Gastredner im Mittelpunkt. Werner Hüttemann hatte Bürgermeister Dietmar Hess eine Fülle an Themenangeboten mit in sein Statement gegeben. Hess verzichtete auf Polemik und Mutmaßungen und zeigte sich von einer sehr sachlichen Seite. „ Wir werden mit Attendorn, aber auch mit anderen aus der Nachbarschaft reden.“ Das leidige Thema „Musikschule“ wurde ebenso wie die bevorstehenden Großdiskussionen über die Grundschulen im Frettertal zwar angesprochen, klare Aussagen gab es jedoch nicht. Dem Bürgermeister war anzumerken, dass es noch viel zu klären gibt. „Der demographische Wandel macht auch vor Finnentrop keinen Halt. Die aktuellen Schülerzahlen sprechen eine klare Sprache.“ Damit ging Hess auf die Grundschuldebatte zwischen Schönholthausen und Fretter ein. „Schönholthausen hat in der Tat wenig Schüler, doch auch Fretter steht eine Ausdünnung bevor. Wir werden mit möglichst vielen Eltern über das weitere Vorgehen reden.“

Klarer wurde der Gast aus Finnentrop in Sachen Bahnübergang. „Ich bleibe dabei: Am 15 Juni 2014 ist alles fertig, das Vorhaben von Land und Bahn wird dann endlich in die Tat umgesetzt.“ Interessante Nachrichten gab es zur alternativen Energieerzeugung. „Wer Energiewende will, muss auch Nachteile in Kauf nehmen. Da bedeutet bei der Windenergie, dass es Einschnitte in heile Landschaften geben kann. Wir haben eine Fülle von Anträgen vorliegen. Wir stehen in Planungen, können uns aber auch durchaus eine Art Gewerbegebiet für die Allgemeinheit vorstellen.“ Will heißen: Die Gemeinde erwirbt nach dem Vorbild industrieller Gewerbegebiete „Errichtungsgrundstücke“ für Windkrafträder die dann für die Allgemeinheit nutzbar sind. Das wäre eine klare Absage gegen das „Windrad hinter dem eigenen Haus.“

Der zweite Gastredner präsentierte sich weit angriffslustiger. CDU- Fraktionsvorsitzender Ralf Helmig nutzte die Gunst der Stunde und rechnete mit der neuen Fraktion „FÜR Finnentrop“ ab. „Das ist eine Fraktion der Gescheiterten. Vier Wochen vor der Wahl bildete sich hier in Finnentrop die FDP,  nach der Wahl segelt man plötzlich nicht mehr darunter. Gerade als FDP Wähler muss man sich doch veräppelt vorkommen. Und bei der SPD ist man froh, dass man die beiden Streithansel los ist. Man wird sehen, wie der Wähler 2014 damit umgeht.“