CDU Gemeindeverband Finnentrop
Heimat im Herzen

Matthias Heider - Auf dem Weg nach Berlin:

Zuerst ins „schwarze“ Frettertal

Frettertal. Damit hatte der Mann mit Zielrichtung Berlin nicht gerechnet: Über 100 Besucher kamen am Sonntag zum politischen Frühschoppen der CDU- Ortsunionen aus dem Frettertal.
Dr. Matthias Heider stellte sich bei einem Frühschoppengespräch im Frettertal vor und beantworte die Fragen der Besucher - Foto: Friedhelm TombaDr. Matthias Heider stellte sich bei einem Frühschoppengespräch im Frettertal vor und beantworte die Fragen der Besucher - Foto: Friedhelm Tomba
Dr. Matthias Heider, der sich im Januar in Drolshagen gegen Dr. Benita Olbert (Olpe) und Dietmar Heß (Finnentop) als Bundestagskandidat des Wahlkreises 150 durchsetzen konnte, betrat echtes Neuland. Der Redner aus dem Märkischen Kreis zeigte sich erstaunt und stellte sich geschickt auf die Seite der christlichen Wählerschaft. „Das man hier so eine große Veranstaltung am frühen Sonntagmorgen hinbekommt, ist echt selten. Und das zu einer Zeit, wo vielerorts noch das Hochamt gefeiert wird. Ich habe mich gut vorbereitet und war gestern schon in der Vorabendmesse. “ Werner Hüttemann (Serkenrode/Schlipprüthen), Burkhard Hömberg (Fretter), Norbert Maag (Schönholthausen) und Martin Hageböck (Ostentrop) hatte als Ortsunionvorsitzende gute Vorarbeit geleistet und reichlich politisch Interessierte zum Frühschoppengespräch nach Serkenrode in die Schützenhalle lotsen können. Mit Achim Henkel war auch der Gemeindeverbandsvorsitzende der Finnentroper Christdemokraten nach Serkenrode gekommen. Dr. Heider, der sich im schwarzen Frettertaler Lager sichtbar wohl fühlte, versprach die Interessen der Region mit nach Berlin zu nehmen. Immer wieder sprach er vom „neuen Profil“, das er der CDU geben will. „Die CDU hat sich an der großen Koalition verbraucht, wir müssen unsere Ziele deutlicher darstellen und der Partei ein neues Profil geben.. Nur wer in Vereinen oder Parteien mitwirkt, kann das Ergebnis mitgestalten. Politikverdrossenheit muss der Vergangenheit angehören.“ Bei den derzeit beherrschenden Wirtschaftsmeldungen votiert Heider in Aussagen von Wirtschaftsminister zu Guttenberg. „Der Staat schafft Rahmenbedingungen, wirtschaften müssen die Unternehmen. Vor Staatshilfen stehen die Initiativen von Eigentümern und Investoren. Ich blicke vorsichtig nach Vorne, denn die ersten Vorboten einer Besserung sind da. Ich habe viele Unternehmen im Sauerland besucht und kann sagen, das sich etwas tut.“ Der 43järhige Jurist stellte sich nach dem Vortrag den Fragen aus der Versammlung. Theo Melcher, Mitglied der CDU- Ortsunion Fretter und „nebenbei“ als Kreisdirektor mit allen politischen Wassern gewaschen, sparte nicht mit Berliner Kritik. Auch hier stand das „Profil“ im Mittelpunkt. „Die CDU hat tatsächlich an Profil verloren, es muss sich etwas tun.“ Viel Arbeit für denn Nachfolger von Hartmut Schauerte, doch Dr. Heider sieht dem Wahltag am 27 September positiv entgegen. „Die Politik der angezogenen Handbremse muss beendet werden.“ Werner Hüttemann sicherte dem Gastredner zum Abschied die volle Unterstützung der CDU- Ortsunionen aus dem Frettertal zu. „Allerdings mit einer kleinen Bedingung: Wenn Sie demnächst in Berlin große Politik machen, vergessen Sie dabei nicht den Weg, der Sie dahin geführt hat.“ Damit spielte Hüttemann auf die denkwürdige Abstimmung in Drolshagen an, die Dr. Heider aus dem „fernen“ Märkischen Kreis überraschend zum Bundestagskandidat für die Region machte