CDU Gemeindeverband Finnentrop
Heimat im Herzen

Ein Kandidat entzaubert sich

Peinlicher Auftritt des Lennestädter Kandidaten bei Seniorenfrühstück

Einen interessanten Auftritt gab es am letzten Dienstag beim Seniorenfrühstück in der Schützenhalle in Heggen.

Viele von Ihnen kennen das ja schon: diese Treffen werden an verschiedenen Örtlichkeiten mehrfach im Jahr durch die Seniorenarbeit der Gemeinde initiiert. Auf die Einladung melden sich dann unterschiedlich viele Teilnehmer, häufig aber über 100 interessierte Seniorinnen

und Senioren. Während dieser Frühstücke gibt es dann stets abwechslungsreiche Programme und häufig informiert der Bürgermeister über aktuelle Themen aus der Gemeinde. So auch am Dienstag.

Dann ist es allerdings zu einem Novum gekommen. Ohne Anmeldung und Einladung erscheint der Lennestädter Kandidat, frühstückt ganz ungeniert mit und beginnt einen Wahlkampfauftritt durch Verteilung seiner Flyer. Ein Unding. Erst auf entsprechende Hinweise verlässt er die Halle um dann später, zu dem Zeitpunkt haben der Bürgermeister und die meisten Gäste die Halle bereits verlassen, doch noch mal bei den Helfern dumpf Wahlkampf abzuspulen.

Einen passenden Kommentar dazu hat Sven Prillwitz vom Nachrichtenmagazin LokalPlus verfasst:


Volpert schadet sich selbst

Von Sven Prillwitz

Auf seiner Facebook-Seite zeigt sich Stefan Volpert besorgt. Besorgt über den Zustand der Demokratie in der Gemeinde. Wegen des Umgang des Bürgermeisters mit einem Konkurrenten für die Wahl im September. Besorgt muss Volpert auch sein – allerdings wegen seines unbedachten Auftritts und des peinlichen Nachtretens.

Volpert versucht, sich als bürgernaher Kandidat zu inszenieren. Als ein solcher hätte es ihm gut zu Gesicht gestanden, sich vorab telefonisch für das Seniorenfrühstück anzumelden – so wie jeder andere Bürger auch. Einfach aufzutauchen und davon auszugehen, dass es sich um eine öffentliche Veranstaltung handelt, spricht gegen einen ernsthaften Bewerber. Einerseits weil die Verwaltung in den Nachrichtenmedien regelmäßig auf die Veranstaltung und die Notwendigkeit einer Anmeldung hinweist. Andererseits weil gerade ein „externer“ Kandidat – Volpert wohnt in Lennestadt-Bilstein – den Wählern vor der Stimmabgabe signalisieren sollte, sich in der Kommune und mit ihren Gegebenheiten auszukennen.

Mit einem Anruf bei der Verwaltung hätte Volpert außerdem offiziell anfragen können, ob er beim Frühstück überhaupt Wahlkampfwerbung verteilen und betreiben darf. Bei einem Nein hätte er die Teilnehmer nach der Veranstaltung ansprechen können, wie er es jetzt auch getan hat. Oder sich direkt Gedanken machen können, ob er die Senioren nicht mit einer eigenen, speziell auf diese Zielgruppe gemünzten Aktion oder Veranstaltung von seinen Qualifikationen und Vorhaben überzeugen kann.

Dass er die Schützenhalle aber noch ein zweites Mal betreten hat – auch wenn das Frühstück zu diesem Zeitpunkt beendet war –, legt indes den Verdacht nahe, dass Volpert den Konflikt absichtlich gesucht hat. Dass er sich als vermeintliches Opfer inszenieren will, als scheinbar unterdrückten Underdog. Sein effektheischender Facebook-Post bestätigt diesen Verdacht.

Und läuft seinem eigenen Wahlkampf-Motto „Ruhe im Stall“ zuwider. Wenn Volpert tatsächlich nichts mit alten Streitereien zu tun haben und für einen harmonischen politischen Umgang miteinander sorgen will, sollte er nicht künstlich für Unruhe sorgen. Mit seinem Auftritt in Heggen hat er genau das getan – und sich im Wahlkampf selbst geschadet. Und zwar völlig unnötig.