Heimatcheck von WP/WR gibt ein Stimmungsbild
"Beim Heimat-Check handelt es sich um eine nicht-repräsentative Umfrage. Er soll ein Stimmungsbild wiedergeben. Laut Dr. Ana Moya, die für die Auswertung zuständige Statistik-Expertin der Funke Mediengruppe, funktioniert das: „Der Heimat-Check liefert wegen der großen Beteiligung ein gutes Stimmungsbild. Es wurde darauf geachtet, dass in jedem Ort eine ausreichende Teilnehmerzahl erreicht wurde, um aufschlussreiche Aussagen treffen zu können.“
"Den Heimat-Check haben wir geplant, als von der Corona-Krise noch nichts zu spüren war. Und doch haben wir uns bewusst dazu entschieden, Ihnen weiterhin die Möglichkeit zu geben, Ihr Wohnumfeld zu benoten."
Alle Ergebnisse und Folgen der Serie gibt es im Internet unter: Heimatcheck-Olpe

Volker Eberts und Flemming Krause
Kreis Olpe Die Bürger aus dem Kreis Olpe haben der Arbeit von Kommunalpolitik und Verwaltung in den beiden Gemeinden Kirchhundem und Finnentrop schlechtere Noten gegeben als den übrigen Städten und Gemeinden des Kreises. Beide bekamen eine 3,5 als Note verpasst.
Wir haben uns mit meinungsstarken Bürgern aus verschiedenen Lebensbereichen aus Kirchhundem und Finnentrop unterhalten und sie gefragt, wie dieses Ergebnis zustande gekommen ist.
Kirchhundem...
...Finnentrop
Kritische Stimmen erreichen uns auch aus Finnentrop. Ein Beispiel: Bernhard Heisiep ist Unternehmer aus Bamenohl, ihm gehört die gleichnamige Spedition. Und er ist jemand, der mit seiner Meinung zur Arbeit von Politik und Verwaltung nicht hinterm Berg hält. „Ich bin der Meinung, dass es bei dem schlechten Abschneiden um ein oder zwei Personen geht, die dafür die Verantwortung tragen“, sagt er. Und nennt in diesem Zuge Dietmar Heß. Heisiep sei keineswegs gegen den amtierenden Bürgermeister eingestellt und schätze dessen Arbeit, allerdings kritisiert er Heß Auftreten in der Öffentlichkeit. Heisiep: „Die Art und Weise, wie der Bürgermeister mit einzelnen Ratsmitgliedern umgeht, ist bedenklich. Hier werden vor allem aus gegnerischen Parteien die Mitglieder heruntergemacht. Nachdem sich nun die CDU zur nächsten Kommunalwahl für einen anderen Kandidaten entschieden hat, wird auch die eigene Partei schlecht behandelt.“
Eine Partei, die im Gemeinderat die Mehrheit besitzt, diese Situation laut Heisiep aber nicht ausnutze: „Da ich mit vielen Ratsmitgliedern im Kontakt stehe, bisweilen befreundet bin, wird mir häufig zugetragen, dass innerhalb der Parteien und auch untereinander zumeist Konsens besteht, aber der Bürgermeister dies komplett anders sieht. Auf kommunaler Ebene sollte der Konsens immer oberstes Ziel sein, ohne eine Diskussion bzw. andere Meinungen zu unterdrücken.“

Ich denke, dass sich vieles in Finnentrop super entwickelt hat wie zum Beispiel der Lennepark oder der Glasfaserausbau. Verwaltung, Politik und Gesellschaft arbeiten oft geräuschlos Hand in Hand. Bei vielen Bürgern sind wohl trotzdem die oft persönlich geführten Meinungsverschiedenheiten zwischen Bürgermeister und Ratsfraktionen hängen geblieben oder unnötige juristische Streitigkeiten wie um den Lenhauser Tunnel. Im Frettertal haben die Bürger beim Thema Windkraft das Gefühl, dass der Bürgermeister nicht mehr auf ihrer Seite steht. I-Tüpfelchen ist aber sicher das kürzlich von Dietmar Heß inszenierte Scharmützel um seinen Rücktritt vom Rücktritt. Ich hoffe, dass die Kommunalwahlen die Chance auf einen Neuanfang mit sachlichen Umgangston bieten und wieder die Kooperation untereinander und mit den Nachbarkommunen im Mittelpunkt steht.
Julian Hageböck, Jugendfeuerwehr, aus Finnentrop

